Neumond im Skorpion 09.11.2026

2026 Neumond im Skorpion, Artwork und © Claudia Hohlweg für BLUMOON

Was, wenn die Wahrheit, vor der wir uns am längsten verstecken, genau der Schlüssel zu unserer Befreiung ist?

Der Neumond im Skorpion (17 Grad) am 09.11.2026 um 08:02 Uhr führt uns in die verborgenen Räume unserer Seele. Mit Merkur und Venus rückläufig werden alte Gedanken, vergangene Beziehungen und längst vergessene Sehnsüchte wieder lebendig. Was haben wir verdrängt? Was nie ausgesprochen? Wo und wann unser Herz verschlossen? Mit diesem Mondzyklus beginnt eine Zeit, in der wir hinter die Fassaden blicken wollen, alte Wunden verstehen können und uns von dem lösen dürfen, was unsere Lebenskraft bindet. Denn manchmal müssen wir tief in die Dunkelheit eintauchen, um uns selbst auf einer neuen Ebene zu begegnen.

Neumond im Skorpion – die Botschaft

Die Zeit des Skorpions vom 23.10. – 22.11.2026, beginnt eine Phase, in der wir eingeladen sind, tiefer einzutauchen: unter die Oberfläche, hinter die vertrauten Fassaden und dorthin, wo unsere verborgenen Wahrheiten nur darauf warten, von uns entdeckt zu werden. Wenn wir mutig nach innen lauschen, öffnen sich uns die geheimnisvollen Welten unserer Seele. Die Energie des Skorpions erinnert uns daran, dass auch das, was wir verdrängen, verschweigen oder lieber nicht fühlen möchten, in uns weiterwirkt und unser Leben auf unsichtbare Weise mitgestaltet.

Jetzt gilt es, den Mut zu haben, sich selbst ungeschminkt zu begegnen. Welche Ängste bestimmen mein Handeln? Welche Sehnsüchte trage ich tief in mir, und welche Bedürfnisse habe ich viel zu lange übergangen? Vielleicht erkennen wir, dass manche Bindungen, Überzeugungen oder Schutzmechanismen einst wichtig waren, uns heute aber daran hindern, unser wahres Wesen zu entfalten. Der Neumond im Skorpion schenkt uns die Möglichkeit, das Verborgene ins Licht zu holen, uns anzunehmen, so wie wir sind und jene Häute abzustreifen, die wir nicht länger brauchen.

Transformation beginnt dort, wo wir aufhören, uns selbst auszuweichen!

Verborgene Kräfte kommen ins Bewusstsein

Der Neumond im Skorpion kann innere Prozesse anstoßen, die nach radikaler Ehrlichkeit, Wandlung und bewusster Loslösung verlangen. Was lange unveränderlich schien, darf sich bewegen. Alte Muster werden sichtbar, verborgene Kräfte zeigen sich. Darin liegt eine große Chance: Wir beginnen zu verstehen, was uns bisher gelenkt hat, und gewinnen jene Kraft zurück, die wir unbewusst an Ängste, alte Verletzungen oder überholte Vorstellungen abgegeben haben.

Für mich ist die Zeit des Skorpions immer eine Zeit des Rückzugs und des Nachspürens. Emotionen sind in dieser Zeit intensiver und wir möchten verstehen, warum bestimmte Gefühle in uns aufkommen oder wie wir Verhaltensmuster ändern können, die wir satt haben. Sind wir offen, können wir Aspekte der Persönlichkeit verändern, die uns nicht mehr gut tun. Der Sog in die Tiefe wird sich in diesem Jahr besonders stark anfühlen, da Venus und Merkur sich noch rückwärts bewegen und sich ebenfalls im Skorpion befinden.

Sternzeichen Skorpion

Der Skorpion ist ein fixes Wasserzeichen, dessen leidenschaftliche Kraft vom Mars entfacht und von Pluto in die geheimnisvollen Tiefen unserer Seele geführt wird. Hier begegnen wir den Kräften, die unter der Oberfläche wirken: der Urkraft, der Sexualität, den Geheimnissen des Lebens, dem Abschied und der Wiedergeburt, dem Erbe unserer Ahnen und jener tiefgreifenden Wandlung, die uns verwandelt, wenn wir bereit sind, uns dem Unbekannten zu öffnen.

Skorpion, Adler und Phönix

Das Sternzeichen Skorpion steht für drei kraftvolle Symbole der Verwandlung: den Skorpion, den Adler und den Phönix. Der Skorpion lehrt uns, unsere Ängste und Schutzinstinkte zu erkennen. Der Adler lädt uns ein, uns über vertraute Muster zu erheben und unser Leben aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Und der Phönix erinnert uns an unsere außergewöhnliche Fähigkeit, immer wieder aufzustehen und neu anzufangen.
Wir können nicht alles festhalten, um uns sicher zu fühlen. Manches muss sterben, damit Neues entstehen kann. Und manchmal entdecken wir gerade dort, wo wir uns unserem Schatten zuwenden, das kostbare Licht unserer Seele.

Skorpion – Reisen in die Unterwelt

Seit jeher erzählen die Mythen von Reisen in die Unterwelt. Inanna steigt hinab und muss an jedem der sieben Tore etwas zurücklassen, das sie auszeichnet und schützt, bis sie schließlich allem Äußeren entkleidet ihrer eigenen Wahrheit begegnet. Persephone kostet vom Granatapfel und wird für immer mit dem Reich der Toten verbunden. Orpheus wagt sich in die Unterwelt, um seine geliebte Eurydike zurückzuholen, und scheitert an einem einzigen Blick zurück. Diese Geschichten erzählen von Prüfungen, Verlust und Hingabe. Sie erinnern uns daran, dass wir nicht unverändert aus unseren inneren „Dunkelkammern“ zurückkehren. Wer hinabsteigt, begegnet dem Verborgenen und muss bereit sein, sich selbst neu zu erkennen.

Wir sollten solche Schwellen bewusst zu überschreiten. Durch Schattenarbeit, Traumreisen, Rituale und stille Innenschau können wir uns jenen Gefühlen und Erinnerungen zuwenden, die lange im Verborgenen gewirkt haben. Was wir einst verdrängt haben, drängt ins Bewusstsein damit wir unsere Lebenskraft wieder ganz zu uns nehmen.

Merkur als Hermes wandert zwischen den Welten

In diesem Jahr ist es mit dem rückläufigen Merkur im Skorpion (24.10. – 13.11.26) sogar noch ein wenig intensiver! Denn in der mythologischen Überlieferung ist Merkur als Hermes auch ein Psychopompos, ein Seelenführer, der zwischen den Welten wandelt und die Verstorbenen auf ihrem Weg begleitet. Symbolisch betrachtet öffnet diese Zeit einen Raum für Begegnungen mit dem Vergangenen: mit den Menschen, die wir vermissen, mit den Geschichten unserer Ahnen und mit ungelösten Erfahrungen, die noch immer in uns nachklingen.

Manchmal sind es nicht die Toten selbst, die uns heimsuchen, sondern die unausgesprochenen Worte, die ungeweinten Tränen und die alten Konflikte, für die wir noch keinen Frieden gefunden haben.

Was magst du loslassen?

Jetzt ist eine gute Zeit, Ordnung zu schaffen, Überflüssiges loszulassen und Räume zu öffnen – im Außen wie im Inneren. Was darf gehen, bevor der Winter uns zur Ruhe einlädt? Welche Erinnerungen möchten gewürdigt, welche Ängste liebevoll angeschaut und welche alten Wunden nicht länger verdrängt werden? Rituale können uns helfen, dem Vergangenen einen Platz zu geben, ohne es immer wieder neu durchleben zu müssen.

5 Dinge, die jetzt unterstützend sind:

  1. Altes bewusst loslassen. Nimm dir Zeit, um zu erkennen, welche Bindungen, Gewohnheiten oder Überzeugungen dich Kraft kosten. Schreibe auf, was du nicht länger mit dir tragen möchtest, und verabschiede dich in einem kleinen Loslassritual davon.
  2. Deinen Schatten liebevoll betrachten. Wage einen ehrlichen Blick auf verdrängte Gefühle, Ängste und alte Verletzungen, um zu verstehen, was dich geprägt hat und welche Kraft du zurückgewinnen kannst, wenn du dich selbst besser verstehst.
  3. Wahrhaftige Gespräche führen. Mit Merkur und Venus rückläufig lohnt es sich, alte Beziehungsthemen noch einmal anzuschauen. Sprich aus, was lange unausgesprochen blieb, höre aufmerksam zu und prüfe, welche Missverständnisse geklärt werden können. Manches darf heilen, anderes darf in Frieden enden.
  4. Entdecke deine sinnliche Kraft. Schenke deinem Körper Aufmerksamkeit und erlaube dir, deine Bedürfnisse bewusster wahrzunehmen. Ob durch Tanz, Berührung, ein warmes Bad oder stille Momente mit dir selbst: Verbinde dich mit deiner Lebendigkeit und der tiefen Weisheit deines Körpers.
  5. Stille und Rückzug zulassen. Der Neumond im Skorpion lädt dich ein, nach innen zu lauschen. Zünde eine Kerze an, meditiere oder schreibe deine Gedanken auf. Vertraue darauf, dass sich manches erst in der Stille offenbart und neue Kraft dort entsteht, wo du dir erlaubst, einfach zu sein.

MAGIC MOON

Diese furchtlose Mondin weiß um die Kraft der radikalen Wahrhaftigkeit.

Welche Themen könnten bei dir berührt werden? Schau in dein Horoskop, wo 17 Grad Skorpion zu finden ist! Die astrologischen Häuser und ihre Themen findest du hier.

Es ist viel los im Universum

Verborgene Gefühle, lange verdrängte Wahrheiten und unbewusste Ängste können jetzt an die Oberfläche drängen. Was uns bisher Halt und Sicherheit gegeben hat, beginnt vielleicht zu bröckeln. Doch gerade dort, wo unsere vertrauten Gewissheiten ins Wanken geraten, öffnet sich ein Raum für tiefgreifende Wandlung.

Im Hintergrund wirken die großen harmonischen Verbindungen zwischen den äußeren Planeten Uranus, Neptun und Pluto. Sie erzählen von einem umfassenden evolutionären Prozess, der weit über unsere persönlichen Erfahrungen hinausreicht. Eine neue Bewusstseinskraft beginnt sich zu entfalten, die uns einlädt, alte Denkweisen angstfrei hinter uns zu lassen und eine andere Vorstellung davon zu entwickeln, wie wir als Menschheitsfamilie in Frieden und Freude miteinander leben wollen.

Ein Wendepunkt bahnt sich an

Was sich heute wie eine Erschütterung anfühlt, kann sich mit zeitlichem Abstand als Wendepunkt erweisen. Vielleicht erkennen wir erst später, dass gerade die Krisen, die uns an unsere Grenzen geführt haben, den Boden für etwas Neues bereitet haben. Denn manchmal muss das Alte seine Form verlieren, damit eine Zukunft entstehen kann, die unserer gewachsenen Bewusstheit entspricht.

Sehnsucht nach Rückzug

Mit dem dunkler werdenden Jahreskreis wächst auch die Sehnsucht nach Rückzug. Die Natur zieht ihre Kräfte in die Erde zurück, und auch wir dürfen langsamer werden.
Wenden wir uns nach innen. Begegnen wir der Dunkelheit mit offenem Herzen und erinnern wir uns daran, dass in ihr nicht nur das Ende liegt, sondern auch der Anfang. Denn manchmal beginnt unsere tiefste Heilung dort, wo wir aufhören, vor uns selbst davonzulaufen.

Wenn wir den Mut haben, unser Herz zu öffnen, einander auf Augenhöhe zu begegnen und unsere schöpferischen Kräfte miteinander zu verbinden, kann etwas Wunderbares entstehen. Mögen wir uns daran erinnern, dass wir nicht gegeneinander antreten müssen. Wir sind hier, um gemeinsam eine Zukunft zu gestalten, in der jeder Mensch seinen ganz eigenen Platz finden und sein Licht in die Welt bringen darf. Happy New Moon! Claudia

© 2016-2026 Claudia Hohlweg. Alle Rechte vorbehalten. Dieser Text darf nicht ohne meine ausdrückliche Genehmigung anderweitig veröffentlicht werden, auch nicht in Teilen, als Bearbeitung oder als Podcast. Wer meine Texte ohne mein Einverständnis übernimmt, verstößt gegen das Urheberrecht. Diese Seite verwendet einen Kopierschutz.

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Nächstes Jahr gibt es wieder zwei BLUMOON Retreats:

12.06. – 19.06.2027 Korfu
05.09. – 10.09.2027 Amrum
Die Vormerkliste ist eröffnet und füllt sich schon! Die Ankündigungen folgen.

Hier kannst du lesen, was andere Teilnehmerinnen über die BLUMOON-Retreats schreiben!

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Ritual zum Neumond

Rituale haben eine große Kraft für alle Wesen und die Erde. Ob perfekt oder improvisiert, Rituale bringen Heilung und stabilisieren. Sie bereiten der Energie des Neuen den Weg, welches sich nach und nach entfaltet. Dieses Ritual erhöht die Achtsamkeit für die feinen Schwingungen der Mondin.

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Die kommenden Lunationen

  • 24.11.2026 Vollmond im Zwilling
  • 09.12.2026 Neumond im Schützen

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Was bedeutet Neumond?

Der Neumond markiert den Beginn eines neuen Mondzyklus – die Zeit, in der sich Sonne und Mond am Himmel vereinen und die Mondin am Himmel unsichtbar wird. Es ist eine Phase der Stille, Sammlung und inneren Ausrichtung. Während der Vollmond für Fülle und Erkenntnis steht, lädt der Neumond zur Neuausrichtung und bewussten Saat ein. Die Energie ist zunächst still – und gerade daraus entsteht die größte kreative Kraft. Die Energie steigt bis zum Vollmond an, kurz vor Vollmond ist sie spannungsgeladen und sinkt danach wieder.
Tipp: Formuliere 1–3 klare Absichten oder Wünsche für den kommenden Zyklus. Schreibe sie handschriftlich auf und bewahre sie sichtbar oder in einem Ritualbuch auf. Frage dich: Welchen Samen möchte ich in diesem neuen Zyklus säen? Meditiere darüber, atme bewusst und finde innere Ordnung.

Neumonde beschreiben die Phase der Mondin, in der sie von der Erde aus nicht sichtbar ist und die Nächte ganz dunkel sind. Erst nach etwa 35 Stunden wird der äußerste Rand des Mondes wieder vom direkten Sonnenlicht erhellt. Diese Mondphase nennt man auch Neulicht.

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